PRAXISANGEBOTE
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Psychotherapie unterstützt dabei, Symptome zu lindern, Belastungen zu verstehen und Lösungen zu finden
Unter Psychotherapie versteht man wissenschaftlich überprüfte Behandlungsverfahren zur Heilung oder Linderung von Beschwerden mit psychischer Ursache. Die Behandlung besteht aus professionell strukturierten Gesprächen auf der Basis einer therapeutisch gestalteten Beziehung.
In der Psychologischen Psychotherapie werden keine Medikamente verordnet. Gegebenenfalls findet aber ein Austausch zwischen Psychotherapeut:in und Psychiater:in statt, sollte eine Begleitmedikation bereits vorhanden oder nötig sein.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gehört zu den psychodynamischen Therapieverfahren. Die Grundannahme ist, dass im Laufe der persönlichen Lebensgeschichte unbewusste innere Konflikte sowie problematische Beziehungsmuster entstanden sind, die aktuelle Symptome verursachen. In der therapeutischen Beziehung werden diese reaktualisiert. Dadurch entsteht die Chance, dass sie mithilfe der Therapeut:in im geschützten Raum sichtbar, erfahrbar und verstehbar werden. Im persönlichen Gespräch können so neue Beziehungsmuster ausprobiert und etabliert werden, sodass der Alltag wieder beschwerde- und konfliktfrei erlebt werden kann.
Die Diagnosestellung erfolgt nach der aktuellsten Version der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) der WHO.
Die Dauer einer Therapiesitzung beträgt 50 Minuten und darf einmal wöchentlich, in Krisenzeiten auch häufiger, in Anspruch genommen werden. Für die Gesamtbehandlung sollte man mindestens mehrere Monate einplanen, da Psychotherapie erst nach einiger Zeit wirkt.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Fachpsychotherapeut:in (seit 2020)
Seit 2020 gibt es das Hochschulstudium der Klinischen Psychologie und Psychotherapie, das mit einem Masterabschluss endet. Danach kann die Approbationsprüfung absolviert werden, womit die Ausübung der Heilkunde z.B. in einer Klinik möglich ist. Zur Niederlassung in einer eigenen Praxis wird zusätzlich die mehrjährige Weiterbildung zur Fachpsychotherapeut:in gefordert.
Die Fachpsychotherapeut:in darf sämtliche psychischen Erkrankungen diagnostizieren und psychotherapeutisch behandeln. Sie ist nicht dazu befugt, Medikamente zu verschreiben oder Krankschreibungen auszustellen.
Sie unterliegt dem Psychotherapeutengesetz und der Berufsordnung der Kammer des jeweiligen Bundeslandes. Bei nachgewiesenem unethischem Verhalten droht der Fachpsychotherapeut:in der Entzug der Approbation, was einem Berufsverbot gleichkommt.
Psychologische Psychotherapeut:in (bis 2020)
Voraussetzung ist ein Hochschulstudium der Psychologie mit dem Diplomabschluss sowie eine anschließende mehrjährige psychotherapeutische Ausbildung der Fachrichtung Tiefenpsychologie, Psychoanalyse, Verhaltenstherapie oder systemische Therapie. Die Qualifikation zur Ausübung der Heilkunde wird mit dem staatlichen Abschluss, der Approbation, erreicht.
Die Psychologische Psychotherapeut:in darf sämtliche psychischen Erkrankungen diagnostizieren und psychotherapeutisch behandeln. Sie ist nicht dazu befugt, Medikamente zu verschreiben oder Krankschreibungen auszustellen.
Sie unterliegt dem Psychotherapeutengesetz und der Berufsordnung der Kammer des jeweiligen Bundeslandes. Bei nachgewiesenem unethischem Verhalten droht der Psychotherapeut:in der Entzug der Approbation, was einem Berufsverbot gleichkommt.
Ärztliche Psychotherapeut:in
Nach dem Medizinstudium ist eine Weiterbildung zur Fachärzt:in in Psychiatrie und Psychotherapie, zur Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder eine Zusatzweiterbildung in Psychotherapie möglich.
Mit der Approbation sind ärztliche Psychotherapeut:innen befugt, sämtliche psychischen Erkrankungen zu diagnostizieren, medikamentös und psychotherapeutisch zu behandeln und medizinische Aspekte in die Behandlung einfließen zu lassen. Sie dürfen Krankschreibungen ausstellen. Der geforderte Mindeststundenumfang an der psychotherapeutischen Ausbildung ist geringer als bei den Psychologischen Psychotherapeut:innen.
Ärzt:innen unterliegen der ärztlichen Berufsordnung. Bei nachgewiesenem unethischem Verhalten droht den ärztlichen Psychotherapeut:innen der Entzug der Approbation, was einem Berufsverbot gleichkommt.
Heilpraktiker:in für Psychotherapie
Die Zulassung als Heilpraktiker:in für Psychotherapie setzt ausschließlich das Bestehen einer Überprüfung (Heilpraktikerprüfung) beim Gesundheitsamt voraus. Als höchster Bildungsabschluss zur Erlangung der Heilpraktikererlaubnis genügt i.d.R. die Berufsreife (Hauptschulabschluss).
Eine Heilpraktiker:in für Psychotherapie muss keine fachlichen Mindestanforderungen erfüllen und kann somit auch unwissenschaftliche psychotherapeutische Ansätze anwenden, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Außer dem Gesundheitsamt gibt es keine Behörde, an die sich Patient:innen wenden können, wenn sie sich falsch behandelt fühlen. Heilpraktiker:innen sind nicht zur Fortbildung verpflichtet, haben keine diagnostischen Kenntnisse erworben und argumentieren in der Regel auf der Basis ihrer persönlichen Einschätzung.
Er ist zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern für Seele (psyche) und Kraft (dynamis) und beschreibt das Zusammenspiel verschiedener innerseelischer Kräfte. Zu diesen Verfahren zählen die Psychoanalyse und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.
Zentraler spezifischer Wirkfaktor ist die Bearbeitung innerer Konflikte. Über alle Therapieschulen hinweg, ist die Beziehung zwischen Patient:in und Therapeut:in von zentraler Bedeutung.
Die Wirkung von tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie ist im ersten Behandlungsjahr am effektivsten (Henkel, M. et al. (2025)). Sie ist wissenschaftlich anerkannt und gehört zu den sogenannten offiziellen Richtlinienverfahren.
Die Tiefenpsychologie ist eine abgeleitete Form der Psychoanalyse. Sie findet i.d.R. einmal pro Woche im Sitzen statt. Im Gegensatz zur Psychoanalyse hat sie nicht das Ziel einer umfassenden Persönlichkeitsveränderung, sondern konzentriert sich auf begrenzte Ziele, wie Symptomlinderung, Stabilisierung und die Verbesserung von Beziehungsfähigkeiten.